Die Kreissporthalle in Ibbenbüren ist seit Jahrzehnten traditioneller Austragungsort der Hallen-Kreismeisterschaften – und auch in diesem Jahr wurde sie wieder zum Treffpunkt der regionalen Leichtathletikszene. Mit insgesamt 23 gemeldeten Athletinnen und Athleten präsentierte sich der LAV Rheine an beiden Wettkampftagen als geschlossene, generationenübergreifende Einheit – und das mit großem sportlichen Erfolg.
Am ersten Wettkampftag gingen die Altersklassen ab U18 sowie die “Masters” an den Start. Bereits hier sammelten die Blau-Weißen sieben Kreismeistertitel und einen Vizetitel – dazu zahlreiche persönliche Bestleistungen und starke Saisonauftaktleistungen.
Jana Rode mit beeindruckendem Doppelsieg
Im Mittelpunkt stand Jana Rode (WU18), die ihre starke Winterform eindrucksvoll bestätigte. Über 60 Meter zog sie als Vorlaufschnellste souverän ins Finale ein und sicherte sich dort in 8,48 Sekunden den Titel.
Zwischen Vor- und Endlauf stand der Weitsprung an – und auch hier zeigte sie eine deutliche Leistungssteigerung. Schon im ersten Versuch übertraf sie ihre bisherige Bestmarke (4,44 m) klar, ehe sie im fünften Durchgang mit 4,78 Metern ihren zweiten Kreismeistertitel perfekt machte.
Starke Masters-Gruppe setzt Ausrufezeichen
Einmal mehr bewies die “Masters-Gruppe” des LAV Rheine, dass Leichtathletik ein Sport aller Generationen ist. Sebastian Schlingmann gewann in seiner Altersklasse M45 die 60 Meter in 9,15 Sekunden und knüpfte damit nahtlos an seine starken Leistungen aus dem Vorjahr an.
Im Kugelstoßen sicherte sich Siegmar Schröder (M50) mit 8,45 Metern den Titel. Ludger Hilger (M60) übertraf mit 9,38 Metern sein Ziel von neun Metern deutlich und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 20 Zentimeter. Ein ungültiger sechster Versuch verhinderte sogar noch eine größere Überraschung – der führende Athlet lag bei 9,86 Metern.
Große Freude herrschte bei Elli Richter, die sich mit 7,78 Metern erstmals den Kreismeistertitel in der Frauenklasse sicherte. Auch Anna Feldmann-Hilger (W60) durfte jubeln: Mit 8,16 Metern stieß sie so weit wie seit 2020 nicht mehr und gewann ihre Altersklasse souverän – nur 27 Zentimeter fehlten zur DM-Norm. Bemerkenswert: Eigentlich ist sie als LAV-Vorsitzende vor allem im Diskuswurf aktiv.

Nachwuchs überzeugt am zweiten Wettkampftag
Am zweiten Tag standen die jüngeren Altersklassen im Mittelpunkt – und auch hier wusste der LAV Rheine zu überzeugen. In der M15 feierte Emil Lorenz einen gelungenen Einstieg in die neue Saison. Nach längerer Wettkampfpause und erstmals wieder in anderen Disziplinen als der Langstrecke überzeugte er mit zwei persönlichen Bestleistungen: 8,30 Sekunden über 60 Meter und 4,75 Meter im Weitsprung.
In der W15 präsentierte sich das LAV-Trio stark: Anni Hagspihl zeigte einen gelungenen Saisoneinstieg im 60m Sprint und im Weitsprung (9,18 s / 4,03 m) mit guter Stimmung und soliden Leistungen. Eva Berghaus lief die 60 Meter in 9,16 Sekunden und glänzte besonders im Kugelstoßen mit 9,05 Metern – erstmals durchbrach sie die Neun-Meter-Marke und gewann zudem den Dreisprung ihrer Altersklasse. Lea Bouhier sprang im Hochsprung mit 1,52 Metern zu einer neuen persönlichen Bestleistung und überquerte erstmals die 1,50-Meter-Marke – entsprechend groß war die Zufriedenheit nach einem rundum gelungenen Wettkampf.
Auch in der W13 fielen Bestleistungen: Hannah Greskamp sprintete die 60 Meter in 10,08 Sekunden (PB), sprang 3,90 Meter weit – ebenfalls persönliche Bestleistung und nur knapp am Podium vorbei – und stieß die Kugel auf 5,70 Meter. Mathilda Welling erreichte 10,35 Sekunden über 60 Meter, 3,23 Meter im Weitsprung und 5,00 Meter im Kugelstoßen.

Teamgeist als Erfolgsfaktor
Neben Titeln und Bestleistungen war es vor allem die Atmosphäre, die diese Hallenkreismeisterschaften prägte: gegenseitige Unterstützung, gemeinsames Anfeuern und das Motto „zusammen lachen, kämpfen, unterstützen – egal ob’s läuft oder nicht“.
Die sieben Kreismeistertitel, der Vizetitel und die vielen persönlichen Erfolge sind nicht zuletzt das Ergebnis engagierter und kontinuierlicher Trainerarbeit. Der LAV Rheine zeigte in Ibbenbüren eindrucksvoll, wie vielseitig und lebendig Leichtathletik sein kann – vom Nachwuchs bis in die Mastersklassen.





















































