Mönchengladbach. Anna Feldmann-Hilger vom Leichtathletikverein Rheine hat bei den Deutschen Meisterschaften der Masters im Grenzlandstadion in Mönchengladbach am 19. Juli 2026 im Diskuswurf der W60 die Bronzemedaille gewonnen. Mit 26,35 Metern belegte sie Rang drei unter elf Teilnehmerinnen und bestätigte damit ihre in dieser Saison bereits mehrfach unter Beweis gestellte starke Form. Die Meisterschaften waren mit 2305 Meldungen und 1256 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet außergewöhnlich stark besetzt und boten an drei Tagen ein dichtes und leistungsstarkes Programm von den jüngsten bis zu den ältesten Altersklassen, von 35 bis über 90 Jahren.
Von Beginn an gehörte Feldmann-Hilger in einem hochklassig besetzten Wettbewerb zur Spitzengruppe. Christine Ecker vom LA Team Saar setzte mit 29,70 Metern die Bestweite, Margret Klein-Raber vom LC Rehlingen folgte mit 28,21 Metern, und Feldmann-Hilger hielt mit 26,35 Metern den dritten Platz. Ellen Weller vom MTG Mannheim lag mit 26,07 Metern nur knapp dahinter. Schon früh zeichnete sich damit ab, dass sich die Medaillenvergabe auf ein enges Vierkampf-Duell konzentrieren würde, während sich die übrigen Werferinnen deutlich dahinter einordneten.
Auch die Konkurrenz in der Parallelklasse unterstrich die Dichte der Veranstaltung. Im gemeinsam ausgetragenen Diskuswettbewerb mit der W65 standen 16 Athletinnen am Start, sodass der Ring über längere Zeit stark frequentiert war und beide Altersklassen in einem eng getakteten Ablauf ihre Versuche absolvierten. Auf Platz fünf folgte mit Ines Mikoleiczik vom Sportfreund Neukieritzsch und 24,90 Metern bereits ein merklicher Abstand zum Spitzenquartett. Die ersten vier Athletinnen setzten sich damit klar vom restlichen Teilnehmerkreis ab und prägten den Wettbewerb von Beginn an.
Für Feldmann-Hilger ist der Bronzerang ein weiterer Beleg für den bemerkenswerten Verlauf ihrer Saison 2026. Bereits im März hatte sie bei den Deutschen Masters-Meisterschaften im Winterwurf in Düsseldorf mit 26,15 Metern Bronze gewonnen und dabei ihren eigenen Kreisrekord verbessert. Im weiteren Saisonverlauf folgten starke Auftritte bei den Kreismeisterschaften im Rheiner Jahnstadion, wo sie den Diskustitel gewann und die Bestmarke auf 27,20 Meter steigerte. Auch bei den Westfalenmeisterschaften hatte sie sich bereits ganz vorne platziert und den Kreisrekord erneut auf 27,46 Meter verbessert.
Damit fügt sich der dritte Platz bei der Masters-DM nahtlos in eine Serie konstant starker Leistungen ein. Feldmann-Hilger arbeitete sich in dieser Saison mit mehreren Bestleistungen und Podestplätzen an die nationale Spitze ihrer Altersklasse heran. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass sie ihre sportlichen Erfolge parallel zu ihrer Funktion als Vorsitzende des LAV Rheine erzielt und damit Leistungssport und Vereinsverantwortung auf hohem Niveau verbindet.


