Rheine. Das 6. Seniorensportfest der LAV Rheine bot im heimischen Jahnstadion beste Bedingungen, eine angenehme Atmosphäre und spannende Wettkämpfe. Rund 50 Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Altersklassen gingen an den Start. Die Veranstaltung spiegelte die Vielfalt der Leichtathletik wider – vom Sprint über die technischen Disziplinen bis hin zu den Würfen. Für viele Aktive war das familiäre Sportfest der letzte Wettkampf der Saison 2026.
Das Teilnehmerfeld reichte von der Altersklasse W/M 30 bis zur M 85. Durch einen angepassten Zeitplan konnten teilweise gemischte Wettbewerbe gemeinsam ausgetragen werden. Neben den sportlichen Leistungen standen vor allem die Freude am Wettkampf, der Austausch und das gesellige Miteinander im Mittelpunkt.
Westfalenrekord im Hochsprung
Für den sportlichen Höhepunkt sorgte Hubert Meyer vom TV Werther 04. Der Athlet der Altersklasse M 75 übersprang 1,34 Meter und stellte damit einen neuen Westfalenrekord auf. Seine herausragende Leistung war ein besonderer Höhepunkt eines rundum gelungenen Wettkampftages.
Auch zahlreiche Athletinnen und Athleten aus dem Kreis Steinfurt nutzten die Gelegenheit zum Start. Viele von ihnen sind bereits seit ihrer Jugend im Wettkampfsport aktiv und treten inzwischen erfolgreich in der Masterklasse an. Begleitet wurden sie häufig von Partnerinnen und Partnern, Kindern oder Enkeln, die für zusätzliche Stimmung an der Wettkampfanlage sorgten.
Technik, Leistung und Gesundheit
Die Masterathletinnen und -athleten des LAV Rheine überzeugten mit guten Platzierungen und einer zunehmend sicheren technischen Umsetzung. Besonders in den Wurfdisziplinen zeigten sich Fortschritte bei Bewegungsablauf, Abwurf und Endposition. Die Ergebnisse bestätigten, dass sich die kontinuierliche Trainingsarbeit auszahlt. Das Seniorensportfest machte zugleich deutlich, dass Leichtathletik bis ins hohe Alter möglich ist. Angepasstes Training fördert Fitness und Beweglichkeit. Der Westfalenrekord von Hubert Meyer in der M 75 zeigte eindrucksvoll, welche Leistungen auch im höheren Alter möglich sind.
Erfolgreiche LAV-Masterathleten
• Mario Brouwer Segura, Westfalenmeister der M30, gewann den Diskuswurf mit 33,96 Metern. Mit der Zwei-Kilogramm-Scheibe erzielte er zugleich seine Jahresbestleistung.
• Anna Feldmann-Hilger, die Westfalenmeisterin und zweifache DM-Dritte 2026 der Altersklasse W60 zeigte im Diskuswurf nach einer langen Saison mit 25,57 Metern erneut eine solide Leistung. Zusätzlich gewann sie das Kugelstoßen mit 7,35 Metern.
• Marina Löwe, W35, siegte im Diskuswurf mit 23,69 Metern und erzielte damit ihre Jahresbestweite. Im Kugelstoßen erreichte sie 7,88 Meter.
• Manfred Richter, M60, belegte im Diskuswurf mit 22,13 Metern den vierten Platz. Im Kugelstoßen kam er mit 7,61 Metern auf Rang drei.
• Ludger Hilger, M60, erzielte im Diskuswurf 21,93 Meter und wurde Fünfter. Im Kugelstoßen erreichte er mit 8,30 Metern den zweiten Platz.
• Siegmar Schröder, M55, gewann sowohl den Diskuswurf mit 19,33 Metern als auch das Kugelstoßen mit 8,32 Metern.
• Nina Wobbe, W50 Führende in der westfälischen Bestenliste, startete in drei Disziplinen. Im Speerwurf erzielte sie 20,69 Meter und wurde Zweite. Im Kugelstoßen erreichte sie 7,36 Meter, im Diskuswurf 18,92 Meter und damit den ersten Platz.
• Sascha Hackmann, M35, ein ehemaliger LAV-Athlet, gewann den 100-Meter-Lauf in 14,28 Sekunden und erzielte im Kugelstoßen 6,73 Meter.
Nachwuchs als Helfer im Einsatz
Ein wichtiger Bestandteil des Sportfestes war erneut das bewährte Wettkampfteam des LAV Rheine. Kampfrichterinnen, Kampfrichter und Helferinnen und Helfer kamen vollständig aus den eigenen Reihen.
Dabei wurden auch junge Athletinnen und Athleten aktiv eingebunden. In den Bereichen Start, Zielauswertung, Sprung und Wurf konnten sie praktische Erfahrungen sammeln. Erfahrene Kampfrichterinnen und Kampfrichter standen ihnen zur Seite und leiteten sie bei ihren Aufgaben an.
Positive Rückmeldungen
Das Sportfest entwickelte sich einmal mehr zu einem Treffpunkt für aktive und ehemalige Athletinnen und Athleten, Trainer sowie Leichtathletikinteressierte. Im LAV-Café wurde gefachsimpelt, über frühere Wettkämpfe gesprochen und der Kontakt untereinander gepflegt.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Nordrhein-Westfalen, aus Niedersachsen, sowie unter anderem aus Loxstedt bei Bremerhaven waren in Rheine zu Gast. Viele verabschiedeten sich mit dem Versprechen, im kommenden Jahr wiederzukommen. Die positive Resonanz bestätigte den Veranstaltern, dass das Seniorensportfest des LAV Rheine inzwischen eine gefragte Adresse im Wettkampfkalender ist.
Erstmals erhielten die Siegerinnen und Sieger Medaillen. Diese Neuerung kam bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut an und rundete den gelungenen Wettkampftag ab. Der LAV Rheine blickt daher zufrieden auf ein kleines, aber sportlich und menschlich besonders gelungenes 6. Seniorensportfest zurück.












