DM U23 2019

Konstante Weitensteigerung beim Kugelstoßen

Kugelstoßerin Hanna Meinikmann vom TV Wattenscheid, welche auch nach wie vor dem LAV Rheine zugehörig ist, lieferte bei den Deutschen U23 Meisterschaften am Wochenende in Wetzlar den bislang besten Wettkampf ihrer Karriere ab.
Der Wettbewerb hatte höchstes Niveau: Die ersten sieben des Wettbewerbes übertrafen die Norm (16m) für die vom 11.07.- bis zum 14.07.2019 im schwedischen Gävle stattfindenden U23-Europameisterschaften. Die EM-Norm hatte Hanna Meinikmann bereits mehrfach in vorherigen Meetings übertroffen. Am Sonntag waren alle Stöße der Sportwissenschaft-Studentin mit der 4-kg Kugel gültig. Dabei stieß sie gleich viermal über 16 Meter. Der weiteste Versuch wurde mit der neuen Bestleistung von 16.21 Meter gemessen. Als sechste platzierte sie sich als jüngste hinter den allesamt ein bis zwei Jahre älteren Konkurrentinnen. Ganz wichtig dabei: Um auch im kommenden Jahr im Perspektiv-Nachwuchskader 1/U23 der Nationalmannschaft zu bleiben, konnte sie erleichtert die den dafür erforderlichen Richtwert von 16.20 Meter abhaken.
Die nationale Kugelstoß-Konkurrenz Deutschlands in der U23, ist wohl eine der stärksten seit Jahren. Dies zeigt die europäischen Shot-Put Bestenliste. Gleich sieben deutsche Frauen sind unter den Top-14 vorzufinden. Mit dem Resultat vom Sonntag steht die 20-jährige auf Rang 12 in Europa. Zu den kontinentalen Titelkämpfen fahren jedoch nur die ersten drei der nationalen Ausscheidung. Mit ihrem Resultat von Wetzlar hätte Hanna Meinikmann im Finale bei der EM 2017 im polnischen Bydgoszcz die Endkampfplatzierung acht erreicht. Siegerin Alina Kenzel (18.17m) hat bereits die WM-Norm für Doha (18m) übertroffen. Der Zweitplatzierten Katharina Maisch (17.41m) fehlen mit ihrer PB von 17.93m nur wenige Zentimeter. Vereinskameradin Julia Ritter, U18 Weltmeisterin von 2015 erzielte sicherte sich mit der Jahresbestweite von 17.26 Meter den Bronzerang und damit das Ticket zur EM.

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