Toller Auftritt von Anna Feldmann-Hilger bei Winterwurf-DM 2020 in Erfurt

LAV Athletin Gesamtvierte mit dem Diskus

Anna Feldmann-Hilger vom Leichtathletikverein Rheine startete erstmals am vergangenen Samstag bei einer Deutschen Winterwurf Meisterschaft der Senioren. Nach den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg und den Deutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven in Leipzig fanden die nationalen Hallenmeisterschaften am Wochenende in Erfurt ihren Abschluss. Mehr als 1100 Teilnehmer aus 593 Vereinen hatten für die nationalen Hallenmeisterschaften der Masterklassen mit Winterwurf am Wochenende in Erfurt gemeldet. Der Thüringer Leichtathletikverband sorgte als örtlicher Ausrichter mit einem eingespielten Team für optimale Bedingungen, welche spannende Wettkämpe ermöglichte. Die NRW- und Westfalenmeisterin der W55 knüpfe im Sportzentrum am Steigerwaldstadion nahtlos an ihr hervorragendes Jahr 2019 an und kehrte mit dem Gewinn des vierten Platzes im Diskuswurf der W55 zurück.

Starkes Teilnehmerfeld

In einer der stärksten Teilnehmergruppen der Veranstaltung hatten 12 Athletinnen in der Altersklasse der 55 bis 59-jährigen ihre Meldung für den Diskuswettkampf um die Deutsche Winterwurfmeisterschaft abgegeben. Nach den Vorleistungen war die 57-jährige Anna Feldmann-Hilger an fünfter Position in der Meldeliste platziert; das primäre Ziel hieß also erst einmal Einzug in den Endkampf der besten Acht.

Tückisch drehender Wind sorgt für Lotteriespiel

Bei kühlen Außentemperaturen hatten alle Athletinnen mit schwierigen Wind-Verhältnissen zu kämpfen. Mit den mehrfachen WM und EM-Medaillengewinnerinnen und DM-Titelträgerinnen Christine Ecker (LA Team Saar) und Barbara Gähling (LT DSHS Köln) übertrafen dennoch zwei Werferinnen im Wettkampfverlauf die 30-Meter-Marke. Der sich tückisch drehende Wind sorgte für ein regelrechtes Lotteriespiel. Anna Feldmann-Hilger eröffnete ihren Wettkampf mit soliden 23,42m. Damit sicherte sich die Rheinenserin als Siebte den Finaleinzug. So richtig ins Rollen kam sie erst nach dem dritten Durchgang. Die LAV-erin ließ im vierten Versuch ausgezeichnete 25,92 Meter folgen und schob sie sich damit auf den vierten Rang vor. Damit lag sie auf einmal nur 38cm vom Bronzeplatz entfernt. Auf diesem hatte sich ab dem zweiten Versuch Birgit Ott von der MTG Mannheim mit ihrem Wurf auf 26,26 Meter eingereiht. Der fünfte Wurf von Feldmann-Hilger ging weit über die 26 Meter hinaus, wurde jedoch leider durch den Wind aus dem Sektor getragen.

Spannung in Durchgang sechs

Spannend wurde es dann noch einmal im letzten Durchgang, denn auch die unmittelbaren Konkurrentinnen um die Plätze, Bärbel Imdahl vom Birkesdorfer TV/ LV Nordrhein und Ines Mikoleiczik Sportfreunde Neukieritzschz/ LV Sachsenreifen lieferten. Sie kamen mit 25,37 Metern und 25,06 Metern noch einmal nah an die Weite der LAV-erin heran, konnten aber nicht mehr kontern und sie von ihrem Rang verdrängen. Bei der unmittelbaren Siegerehrung freute sich Anna Feldmann-Hilger als beste Westfälin über ihr tolles Ergebnis, welches Aussicht auf den Sommer macht.

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